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Egal welche Regierung an der Macht ist - ALLE sind zu feige

  • 2. Mai
  • 8 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Mai

Die Versicherungswirtschaft nimmt uns die Rente weg und stürzt alle Bürger in den Ruin 70 Jahre alt. SIEBZIG. Das ist kein Rentenalter. Das ist knapp unter der lebenswerten Lebenserwartung.

70, viele haben in ihrem Leben nur gearbeitet bis sie dann kurz danach krank wurden oder  gestorben sind. Vor Jahrzehnten nannte man das noch eine TRAGÖDIE. Heute nennt man es ... Rentenpolitik.

 

Ihr fangt mit 20 an zu arbeiten. Brav. Fleißig. Steuern zahlen, Sozialversicherung abdrücken, den Staat am Laufen halten.

Und wenn ihr dann mit 70 – nach FÜNFZIG Jahren Arbeit – endlich in Rente geht, dann bekommt ihr was? Genau. Eine Rente, von der ihr kaum leben könnt.Der Durchschnittsrentner in Deutschland bekommt aktuell etwa 1.200 Euro im Monat. In einer Welt, in der eine Zweizimmerwohnung in München 1.600 Euro Warmmiete kostet.

Das ist kein Rentensystem. Das ist organisierte Altersarmut.

Warum wird das Rentenalter eigentlich erhöht? Warum bekommen wir für immer mehr Arbeit immer weniger Rente?

Das sind berechtigte Fragen.

Aber die eigentlich skandalöse Geschichte ist, das es Lösungen gibt.

Eine Lösung, die in anderen Ländern bereits funktioniert, erörtern wir hier. Eine, die 40 Jahre Arbeit reichen lässt.

 

 

THEMA 1 – DAS  AKTUELLE  RENTENSYSTEM

DER MECHANISMUS – ODER: WIE MAN EINEN SCHNEEBALLZUG STAATLICH LEGITIMIERT

 

Das deutsche Rentensystem. Offiziell:     Das Umlageverfahren. Inoffiziell: Willkommen im demografischen Abgrund.

 

1960 kamen auf einen Rentner 6 Beitragszahler. Heute sind es 2,2. In zwanzig Jahren werden es weniger als 1,5 sein.

Das bedeutet konkret: Immer weniger Schultern tragen immer mehr Last. Und die einzige Lösung der Politik war bisher... das Rentenalter zu erhöhen. Die Veränderung des Verhältnisses Beitragszahler zu Rentner kann niemand mehr leugnen. Trotzdem versuchen, allen voran die SPD, an dem Rentensystem festzuhalten. Es wird Zeit, das akzeptiert werden muss, das niemand vor mathematischen Wahrheiten weglaufen kann. 

 


 

DIE KOSTEN – ODER: WAS DAS GANZE WIRKLICH KOSTET

Das Rentensystem kostet Deutschland aktuell über 350 Milliarden Euro pro Jahr. Das ist mehr als ein Drittel des gesamten Bundeshaushalts. Dazu kommen jährliche Bundeszuschüsse von über 100 Milliarden Euro – also Steuergelder, die direkt in die Rentenkasse fließen, weil die Beiträge nicht reichen.

Und das ist jetzt. In 20 Jahren, wenn die Babyboomer alle in Rente sind – Stichwort: 12 Millionen Menschen die zwischen 1955 und 1969 geboren wurden – explodiert das System.

 


 

Experten rechnen mit einer Finanzierungslücke von bis zu 600 Milliarden Euro bis 2040.Sechshundert Milliarden. Dieser Betrag wäre unmöglich egal für welche Regierung zu bezahlen.

Das Rentensystem ist am ENDE. 

 

IST DAS SYSTEM NOCH SINNVOLL?  

Kurze Antwort:In seiner jetzigen Form? Nein. 

Längere Antwort:Es ist nicht nur teuer und demografisch gescheitert – es ist auch zutiefst ungerecht.

Ein Krankenpfleger, der 40 Jahre schuftet, bekommt eine Rente nahe der Grundsicherung. Ein Abgeordneter, der 27 Jahre im Bundestag sitzt, bekommt nach Pension weit über 5.000 Euro monatlich – finanziert vom Steuerzahler. Und zahlt selbst keinen einzigen Cent in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Das Beamtenpensionssystem ist parallel zum Rentensystem. Selbstständige und Freiberufler sind raus. Kapitalerträge werden nicht belastet.

 

Millionen Deutsche zahlen in ein System ein, aus dem die Privilegierten herausgenommen werden.

 

Das ist kein Versehen. Das ist System.

 

 

THEMA 2 – DIE LÖSUNG: DAS RZ-MODELL 2.0

 

Genug geschimpft und geweint. LOBBYIES unterscheidet sich von allen anderen, die immer nur meckern wie schlecht und falsch alles ist. LOBBYIES zeigt Lösungen. Lösungen sind nicht immer für jeden perfekt, Lösungen sind häufig schmerzvoll, aber trotzdem besser als der Ist-Zustand.

Für unser Rentensystem gibt es verschiedene Lösungen. Eine davon stellen wir nun vor und nenne es das  Rentenzukunftsmodell 2.0. Klingt sperrig? Ist es. Aber die Idee dahinter ist bestechend einfach:Wer 40 Jahre gearbeitet hat – VIERZIG Jahre, nicht fünfzig – geht abschlagsfrei in Rente. Fertig.

 

DIE DREI SÄULEN
SÄULE 1: Das reformierte Umlageverfahren

Das Umlageverfahren bleibt – aber es wird radikal gerechter.

Bisher zahlen nur Arbeitnehmer bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Kapitalerträge, Mieteinnahmen, Unternehmensgewinne? Alles völlig außen vor.Der Zahnarzt mit zwei Mietwohnungen?Zahlt weniger proportional als die Kassiererin bei REWE. 

Im neuen Modell:ALLE Einkommensarten zahlen. Löhne, Kapitalerträge, Mieten, Gewinne. Dafür sinkt der Beitragssatz von 18,6% auf etwa 12–14%. Weil die Basis so viel breiter wird, wäre das möglich.Die Differenz von ca. 6 % sollte benutzt werden um dem Arbeitgeber niedrigere Lohnzusatzkosten zu ermöglichen.

 

Und die 40-Jahre-Regel:Wer 40 Beitragsjahre nachweist – dazu zählen Kindererziehungszeiten, Pflegezeiten, Ausbildung – kann ab 60 abschlagsfrei in Rente. Wer mit 20 anfängt zu arbeiten, geht mit 60. Wer mit 25 anfängt, mit 65. Flexibel statt starr.

 

SÄULE 2: Der Deutschlandfonds

Deutschland gründet einen staatlichen Kapitalstock – ähnlich dem Norwegischen Ölfonds, dem größten Staatsfonds der Welt. Gespeist wird er aus Bundesvermögen, Privatisierungserlösen und einem jährlichen Beitrag von 0,5% des BIP. Das klingt nach viel, sind aber rund 20 Milliarden Euro – weniger als der jährliche Bundeszuschuss zur Rentenversicherung. Dieser Fonds investiert global und unabhängig. Ab 2040 schüttet er Erträge aus, die direkt an alle Rentner fließen. Das puffert demografische Schwankungen ab.

 

SÄULE 3: Die Würdegrundrente

Jeder, der mindestens 20 Jahre Beiträge gezahlt hat, bekommt eine steuerfinanzierte Grundrente von 1.000 Euro. Ohne Bedürftigkeitsprüfung. Als Rechtsanspruch. Das ersetzt die entwürdigende Grundsicherung im Alter – wo Menschen heute zum Sozialamt laufen müssen, nachdem sie 40 Jahre gearbeitet haben.

 

UND DAS GERECHTIGKEITS-ELEMENT

 

Das Modell hat eine bewusst abgeflachte Rentenkurve: Wer mehr verdient, bekommt mehr – aber nicht proportional mehr. Die Spreizung wird kleiner. Das ist Solidarität ohne Gleichmacherei. Und ein eingebauter Demografiepuffer passt Beitragssatz und Rentenhöhe automatisch an – ohne dass Politiker jedes Jahr Theater machen müssen.

 

 

THEMA 3 – DIE ZAHLEN: HEUTE VS. MORGEN

 

Zahlen lügen nicht. Politiker schon. Aber Zahlen nicht.

Schauen wir uns konkret an, was zwei ganz normale Menschen nach 40 Jahren Arbeit bekommen würden. Einmal mit dem heutigen System. Einmal mit dem RZ 2.0 Modell (Rentenzukunftsmodell 2.0)

Unfassbare 934 Euro. Nach 40 Jahren Arbeit. Ich wiederhole: die staatliche Grundsicherung liegt bei 900 Euro.Das heißt: Man hättest fast genauso viel, wenn man nie gearbeitet hättest.

Das ist kein Fehler im System. Das IST das System. Beim RZ 2.0 Modell könnte fast das doppelte raus kommen. Es wären ungefähr 1.790 € möglich.



Heute immerhin ca. 1766 €. Aber es könnten 2.246 € werden. Und das ist OHNE private Zusatzvorsorge, die man beim aktuellen System faktisch braucht, um im Alter würdig zu leben. Vor allem nicht zu vergessen ist, das diese Zahlungen in naher Zukunft nicht mehr gewährleistet sind.

 

THEMA 4 – DAS SICHERE ZUKUNFTSSYSTEM

 

Stellt euch kurz vor: Ihr seid 60. Ihr habt 40 Jahre gearbeitet. Ihr habt eure Steuern gezahlt, eure Kinder großgezogen, euren Job gemacht. Und jetzt... könnt ihr aufhören. Einfach so. Ohne Angst. Ihr bekommt eine Rente, von der ihr leben könnt. Ihr reist. Ihr verbringt Zeit mit euren Enkeln. Ihr lest die Bücher, die 40 Jahre auf dem Nachttisch gelegen haben.

Das ist kein Utopia. Das ist Schweden. Das ist Norwegen. Das ist die Niederlande. WAS ANDERE LÄNDER BESSER MACHEN

Norwegen hat einen Staatsfonds von über 1,6 Billionen Dollar. Die Rendite fließt in die Rentenversorgung. Norwegische Rentner brauchen sich keine Sorgen zu machen. Schweden hat ein Mehrsäulenmodell mit automatischem Demografieausgleich – genau das, was unser Modell vorschlägt. Das System ist stabil, transparent, gerecht. Die Niederlande haben das beste Rentensystem der Welt laut Melbourne Mercer Global Pension Index – mehrere Jahre in Folge. Drei Säulen, breite Beitragsbasis, betriebliche Vorsorge als Standard. Österreich? Rente ab 60 für Frauen, 65 für Männer – aber mit langen Anrechnungszeiten und deutlich höherem Rentenniveau als Deutschland.

 

ALL DIESE ELEMENTE EXISTIEREN BEREITS. WIR MÜSSEN SIE NICHT ERFINDEN.

 

Wir müssen sie nur wollen.

 

WENIGER ARBEIT – MEHR LEBEN – HÖHERE RENTE

 

Das klingt wie Wahlkampf-Blödsinn. Ist es aber nicht. Es ist Mathematik.

Wenn mehr Menschen in die Beitragsbasis einzahlen – Kapital, Mieten, Gewinne – dann können Beitragssätze sinken und Renten steigen. Gleichzeitig. Wenn ein Kapitalfonds langfristig investiert und Erträge abwirft, entlastet das die jüngere Generation. Wenn Menschen früher in Rente gehen, werden Stellen frei – für junge Menschen. Die wiederum einzahlen. Das ist kein Nullsummenspiel.

 

Haben wir das nicht verdient? Nach 40 Jahren?

Nach 40 Jahren Frühschicht, Überstunden, Abgaben, Elternzeit, Pflege der eigenen Eltern – haben wir nicht das Recht auf ein Ende der Arbeit, bevor wir selbst gepflegt werden müssen?

 

ICH SAGE: JA. Und das Modell beweist, dass es geht.

 

 

THEMA 5 – WARUM ÄNDERT SICH NICHTS?

 

Jetzt wird's unangenehm.

Wenn das Modell so gut ist – wenn andere Länder es vorgemacht haben – wenn die Zahlen so eindeutig sind –

Warum passiert dann NICHTS?

 

DIE INTERESSENGRUPPEN

Fangen wir mit der unbequemen Wahrheit an: Es gibt Menschen in diesem Land, denen das aktuelle Rentensystem sehr, sehr nützt.

DIE VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT

Die private Versicherungswirtschaft zum Beispiel. Sie lebt davon, dass die gesetzliche Rente nicht ausreicht. Riester, Rürup, betriebliche Altersvorsorge – Milliarden an Provisionen und Verwaltungsgebühren. Allein die Riester-Rente hat dem Staat über 20 Milliarden Euro an Fördergeldern gekostet – und vielen Versicherten kaum etwas gebracht.

Würde die gesetzliche Rente auf 80% des letzten Nettogehalts steigen, bräche dieses Geschäftsmodell zusammen. Und das weiß die Versicherungsindustrie. Die Versicherungswirtschaft zählt zu den einflussreichsten Akteuren in Berlin, wobei der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) als Spitzenreiter mit Ausgaben von über 15 Millionen Euro (Stand 2024) pro Jahr firmiert. Neben dem GDV investieren Großkonzerne wie die Allianz (ca. 3,32 Mio. €) und R+V (ca. 1,61 Mio. €) hohe Millionenbeträge. Insgesamt wird die Finanzlobby auf über 1.500 Personen mit jährlichen Budgets von über 200 Millionen Euro geschätzt. Die Versicherungswirtschaft tut alles, damit es genauso bleibt wie es ist. 93 namentlich genannte Lobbyisten zogen für den GDV die Strippen und beteiligten sich von März bis November an 86 Gesetzen und Verordnungen.

 

KAPITALANLEGER UND UNTERNEHMEN

Die Ausweitung der Beitragspflicht auf Kapitalerträge und Unternehmensgewinne würde sie direkt treffen. Und sie haben die mächtigsten Lobbyverbände Deutschlands. BDA, BDI, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft – diese Verbände beschäftigen Hunderte von Mitarbeitern in Berlin. Viele davon ehemalige Politiker oder Ministerialbeamte.

 

DAS DREHTÜR-PRINZIP

Und dann ist da noch das, was man in Washington the revolving door nennt – die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft.

Politiker die Rentengesetze schreiben, wechseln nach ihrer Karriere zu Versicherungskonzernen oder Finanzlobbyorganisationen. Das nennt man dann gerne: 'Wechsel in die Privatwirtschaft'.

Ich nenne es: Interessenkonflikt mit Verzögerungszünder.

 

Wer in der Lobbywirtschaft (Politiker) verdient, hat kein Interesse daran, das System zu reparieren. 

DAS POLITISCHE PROBLEM

Und dann ist da noch die reine politische Feigheit.

Eine echte Rentenreform würde Verlierer produzieren. Selbstständige, die bisher nicht einzahlen, müssten es plötzlich. Vermögende, deren Kapitalerträge bisher rentenfrei waren, würden belastet. Beamte würden ins System integriert.

Das sind Wählergruppen. Das sind Interessengruppen. Das sind Prozesse, die Jahrzehnte dauern und politischen Mut erfordern, den keine Regierung bereit war aufzubringen.

Es ist einfacher, das Rentenalter um zwei Jahre zu erhöhen. Das kostet nichts. Bringt kurzfristig Entlastung. Und die Konsequenzen trägt die nächste Regierung.

 


LOBBYIES zeigt den Weg — jetzt brauchen wir DICH! Was fehlt, ist politischer Mut. Und der wird in Berlin leider in erschreckend geringen Mengen produziert.

LOBBYIES hat wieder einmal einen konkreten Lösungsweg aufgezeigt: Wir behaupten nicht, die einzige oder perfekte Lösung zu haben. Aber wir haben einen Ansatz, der ohne lobbyistischen Einfluss entwickelt wurde — und genau damit sollten sich die Verantwortlichen endlich ernsthaft auseinandersetzen. Ist es die einzige Lösung? Nein. Gibt es bessere? Vielleicht. Aber eines ist klar: Das jetzige System ist zum Scheitern verurteilt. Unser Lösungsansatz ist vielleicht nicht perfekt, aber der jetzige Zustand ist viel schlechter, schadet uns Bürgern und vernichtet unser Geld. Also: Wartet nicht auf die Perfektionisten, die nichts verändern. Wartet nicht auf die Politiker, die auf die nächste Wahl schielen. Und wartet nicht auf die Lobbyisten, die ihre eigenen Interessen schützen.

Handelt jetzt. Fordert Transparenz. Fordert ehrliche Lösungen. Und vor allem — fordert ein System, das für euch arbeitet, nicht gegen euch. Die Frage ist nicht, ob wir es uns leisten können, etwas zu verändern. Die Frage ist, ob wir es uns noch leisten können, es nicht zu tun. Hast Du einen besseren Ansatz:  Schreib uns. In den Kommentaren, in den sozialen Medien, per E-Mail. Schreib LOBBYIES deine umsetzbaren Vorschläge. Wir lesen alles. Wir filtern, was Substanz hat. Und wir tragen es weiter.

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